Dienstag, 4.6.2013 - Trottel unterwegs...

Nach dem Fruehstueck erstmal gemuetlich ueber die Strasse geschlappt zur Waescherei und 4 Tueten lagen fuer uns bereit, auf den ersten Blick alles zusammen. Auch die Sachen die nicht in den Trockner sollten hingen bereit, also das hat auch funktioniert. Die genaue Kontrolle im Zimmer brachte nach Beendigung des Socken-Bingo auch keine Verluste, lediglich vereinzelt Sachen aus dem Trockner waren einen Tick kleiner, damit kann man leben. Voller Vorfreude auf die frische Waesche wurde dann geduscht, dann gings wieder in die Fussgaengerzone zu unserem hinkenden Schwarzhaendler zum Geld tauschen. In Uruguay hatte ich mir am Geldautomat 100 US-Dollar gezogen, fuer die wurden mir 77 Euro belastet. Der Umtausch brachte nun 820 Pesos, also fast das doppelte des offiziellen Kurses, der Hammer... Auch wenn es etwas suspekt erscheint, ich kann es nur empfehlen, wer hier herkommt, sollte Bargeld tauschen !

Heute standen diverse Spiele in der 4. Liga an, fuer uns waren die Spiele bei Dock Sud und UAI Urquiza interessant. Anstoss bei beiden war 15.30 Uhr und das Spiel in Urquiza schien entspannter zu erreichen zu sein, ausserdem standen die als Aufsteiger fest. Deshalb machten wir uns auf den Weg zum Retiro, von dort sollten die Zuege in die Richtung gehen. Von einem der 3 Bahnhoefe ging ein Zug nach San Martin was grob die richtige Richtung sein sollte, der Rest sollte per Taxi absolviert werden. Tickets wurden gekauft, danach ging es in den anderen Bahnhof um noch was zu essen zu holen, da haben wir dann festgestellt das von dort ein Zug direkt nach Urquiza faehrt. Also die Tickets weggeworfen und neue gekauft, was ein Glueck sind die Dinger nicht teuer, eine Fahrt hin und zurueck fuer 2 Personen zusammen etwas mehr als 1 Euro... In Urquiza angekommen wussten die ersten beiden befragten Leute mit dem Stadion von UAI Urquiza nichts anzufangen. Ausserdem hiess die Zugstation auch nicht Urquiza, sondern General Urquiza und hatte mit dem Stadtteil nicht unbedingt was zu tun. Zum Glueck gab es freies W-Lan auf dem Vorplatz und so wurde nochmal nach dem Stadion gegooglet und dem naechsten Taxifahrer unter die Nase gehalten. Der stellte fest das das Stadion ausserhalb der Stadtgrenze ist in Villa Lynch und wir noch innerhalb der Stadt sind. Trottel unterwegs halt, kann man ja vorher abklaeren... Das Taxi war dann locker 20 Minuten unterwegs, ein Stueck ueber die Autobahn und wir 4 Euro umgerechnet aermer. Tickets gabs am Schalter und das Stadion war eine ziemliche Bruchbude. Auf einer Seite ein paar Stufen ueber 3/4 der Gerade, auf der Gegenseite eine hoehergesetzte Holzbaracke in der VIP- und Presseplaetze war und hinter einem Tor eine kultige gemauerte Minitribuene.

Das Spiel war grober Unfug, mehrfach musste ich Stephan wohl vom Einschlafen abhalten. Gaeste waren vielleicht 5 anwesend und supportet wurde gelegentlich von der Heimseite, aber mehr hoerte man eigentlich die ueblichen Trommeln und Trompeten. Hoppen muss auch mal weh tun...:-) Nach Abpfiff hielt uns nix mehr dort, an sich wollten wir per Bus zunaechst mal in die Stadt, aber beim Rausgehen konnten wir rechts Bahngleise sehen. Keine 20 Meter vom Ausgang war eine Bahnstation... Die hiess Lynch und von dort konnte man zur Metro-Station Lacroze fahren und in die Metro umsteigen. Also zum 3. Mal heute Zugtickets gekauft und rein in die Maschine, wie gesagt Trottel... Am Bahnsteig wurde Stephan noch von einem Schweizer Hopperkollegen namens Lukas angesprochen, Fan der Young Boys, mit ihm wurde die gesamte Rueckfahrt verlabert.

Als Belohnung fuer unsere Dummheit gab es dann ein sensationelles Bife de Chorizo (Steak) um die Ecke von unserem Hostel, wenn uns irgendwann mal der Blitz treffen sollte, dann jetzt. Saulecker... Dazu 2 Flaschen Quilmes in der bekannten handlichen Trinkgroesse und die Bettschwere war erreicht.



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