Samstag, 1.6.2013 - Kurztrip nach Uruguay

5.30 Uhr klingelte der Wecker, in Trance wurden alle wichtigen Dinge wie Zaehne putzen und Duschen erledigt, das war kein Spass, aber man ist ja routiniert. Schnell ausgecheckt und den grossen Rucksack im Hostel verstaut, 2 Tage spaeter sind wir ja wieder da, der kleine gelbe reicht fuer die 2 Tage. Per Taxi gings zum Faehrterminal von Buquebus, um 8 Uhr sollte uns die Faehre ueber den Rio de la Plata nach Montevideo bringen, aber wir hatten ja noch keine Tickets. Da ging vor Ort relativ flott, etwas ueber 100 Euro pro Person hin und zurueck. Montag frueh sollte es per Bus von Montevideo nach Colonia gehen und von dort mit einer anderen Faehrverbindung nach Buenos Aires, passte uns zeitlich besser in den Kram. 2 neue Stempel im Reisepass und schon ging es auf den Dampfer. Unser Plan dort ein paar Fotos bei der Ueberfahrt zu machen scheiterte klaeglich weil die Scheiben dermassen dreckig waren das man den Rio de la Plata nicht von der Woersbach haette unterscheiden koennen. Dann machen wir halt die Augen zu.

In Montevideo etwas verspaetet um kurz nach 11 angekommen ging es erstmal zum vorher ausgesuchten Hotel, welches wir zwar nicht gebucht hatten, aber bei booking.com waren noch genug Zimmer dort frei. Von aussen ein leicht schaebiger Touch, aber drin bis zur Rezeption sah das Ding ganz edel aus. Natuerlich sprach man nur spanisch und mit meinen Brocken und Stephans Kreditkarte wurde das Doppelzimmer klar gemacht welches geringfuegig teurer war als im Netz, aber dafuer hatten wir ein eigenes Bad. Das Zimmer ? Nun ja, vor 40 Jahren waere das sicher alles modern gewesen, nur der neue Flachbildschirm als TV wirkte hier deplatziert. Viel Zeit gab es nicht zu verlieren, das runde Leder rief. Die Liga in Uruguay ist ueberschaubar, da bis auf eine Mannschaft alle in Montevideo spielen, unser Zielspiel war Cerro gegen Defensor, die Gaeste brauchten noch 1 Punkt um den Titel perfekt zu machen. Die Anreise per Taxi sollte etwas dauern weil der Stadtteil ziemlich ausserhalb lag, der Taximann wusste aber gleich bescheid und vom Highway war das Stadion Luis Troccoli auch schon zu sehen. Montevideo soll eine der sichersten Staedte auf dem Kontinent sein, wenn man die Gegend rund ums Stadion sieht glaubt man das kaum. Neben dem Stadion lauter Dreckhaufen, eine kleine Muellkippe, halbfertige Haeuser, streunende Hunde und sonstiges Getier und die Menschen dort wirkten nicht unbedingt besonders freundlich. War aber auf den 2. Blick alles halb so wild, fuer 120 URU-Pesos (etwa 6 Euro) gabs eine nichtssagende Eintrittskarte und rein in die Bude. Offiziell 24.000 Plaetze, eine Kurve war gesperrt, die andere fuer die Heimfans vorbehalten, die Gegengerade fuer die Gaeste und wir auf der Haupttribuene mit ner Menge anderen Leuten, vielleicht 2500-3000 Gaeste waren da und nochmal 1000 Sonstige. Auf der Heimseite waren vielleicht 150 Leute am supporten, das aber intensiv und durchgehend und die Gaeste teils recht laut aber nicht so durchgaengig. Deren Kontrahent Penarol fuehrte schnell und als Cerro das 1:0 machte ging das grosse Zittern los. Mit Muehe gelang 10 Minuten vor Ende der Ausgleich und der fehlende Punkt und beim Tor gab es einen geilen Jubelorkan. Hat auf jeden Fall Spass gemacht und hat sich gelohnt.

Recht schnell konnten wir im Halbdunkel auf dem Highway ein Taxi anhalten welches uns wieder zum Hotel brachte. Der Taxifahrer hielt uns fuer Defensor-Leute und hatte keine Worte mehr als wir ihm erklaerten das wir aus Alemania sind und nur Fussball schauen wollten. Am Hotel angekommen ging es dann noch paar Blocks weiter zur Avenida de Julio zu nem kleinen Rundgang der dann in einem Café schnell bei Hamburguesas beendet war, danach zurueck in unsere Nobelherberge den fehlenden Schlaf nachholen.





 

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