Montag, 17.6.2013 - Die Rückkehr

Irgendwann mal aus dem Halbschlaf erwacht mit den Dialogen von "Hangover" im Ohr, es gab ein kleines Frühstück, noch eine Stunde bis Paris. Auf einmal kommt die knappe Durchsage, das Wetter in Paris ist schlecht, wir müssen in Nantes landen. Das war erstmal alles, natürlich riesige Begeisterung. Kurz danach die nächste Durchsage, Nantes ist überfüllt, es geht nach Brest. Wer sich in Frankreich auskennt, der weiß das das Kaff völlig im Westen am Ende der Welt ist. Angeblich seien alle Flughäfen in Paris gesperrt. Nun denn. In Brest gelandet wurde erstmal ein Gangway an den Flieger gefahren, aber aussteigen durften wir nicht. Weitere Infos gab es dann nicht, aber im Flieger blieb es erstmal ruhig. Auf dem Flughafen in Brest (von dem wir bisher gar nicht wussten das dieser existiert) war rein gar nichts los, keine Menschenbewegungen, nur 3 Leute die gelegentlich die Gangway rauf und runter sind. Irgendwann wurde dann mal etwas Wasser verteilt und es hieß das man gleich nach Paris weiterwollte wenn die Genehmigung da ist, alles in allem standen wir 2 1/2 Stunden im Flieger in Brest rum. Kann man mal gesehen haben, muß man sicher nicht.

Klar war, das wir unseren Anschluß nach Frankfurt niemals bekommen, kurz vor der Landung in Paris dann gegen 14.30 sagte uns einer der Stewards das es vor Ort 3 Schalter gibt der Air France an die man sich dann wegen Umbuchung wenden kann. Das kann natürlich sein, allerdings fanden wir nur einen Schalter der hoffnungslos überlaufen war, anfangs saßen dort 4 Leute und von Zeit zu Zeit gesellte sich ein Angestellter dazu und half mit. Klimatisch war es dort dermassen warm das man beim Warten dermaßen im eigenen Saft schmorte... Unser Glück war das wir uns zuerst wohl am falschen Bereich angestellt hatten der nur für VIPs reserviert war und dadurch schneller dran kamen. Das war allerdings nicht zu sehen und fiel auch erst mitten in der Prozedur einer Angestellten auf, die natürlich Beifall erntete als sie die Leute in eine andere Schlange schicken wollte an der noch weniger vorwärts ging. Nach weiteren 2 1/2 Stunden hatten wir unsere neuen Tickets für einen Flug um 20.15 Uhr und beim Abmarsch sahen wir weit hinter uns noch ein paar Leute aus unserer Maschine die nach Amsterdam wollten, ob die das heute noch schaffen wage ich zu bezweifeln. Froh, aber doch ziemlich genervt weil wir jetzt nochmal 3 Stunden warten vor uns hatten wollten wir die Verzehr-Gutscheine einlösen, laut Aufdruck überall auf Kosten der Air France 1 Sandwich und 1 Getränk.

In unserer Abflughalle gab es im Erdgeschoß ein Cafe, bei meiner Sandwich- und Wasserwahl gab es aber etwas auszusetzen, denn dafür würde der Gutschein nicht gelten. Ich hasse euch... Da natürlich keine Einschränkungen auf dem Gutschein standen wurde ich nun etwas unleidlich und war froh das die Dame meine Sprache nicht verstanden hat. Irgendwann war der Spuk dann glücklicherweise beendet, wir saßen im Flieger (natürlich mit Verspätung...) und waren froh von diesem Flughafen, diesen Menschen und dieser Airline weg zu sein... Trotzdem waren die 3 1/2 Wochen erste Sahne, dieses liebenswert chaotische Argentinien wird mich sicher wiedersehen und auch dieser Abschluß wird die Eindrücke der Tour nicht versauen. Bis demnächst in diesem Kanal und Buenas noches !

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