Samstag, 8.6.2013 - Mal wieder ein Doppler

Der Plan war frueh rauszukommen weil bei unserem Zielspiel in Platense um 13 Uhr Anstoss sein sollte. Platense hatte in den letzten Spielen gute Zuschauerzahlen und so wollten wir uns das Treiben vor Ort noch etwas goennen. Der Plan wurde von mir wegen ausgiebigem Fruehstueck und sonstiger Troedelei etwas durchkreuzt. Kurz nach 11 ging es dann endlich los, mit der Metro zum Retiro und den gleichen Weg per Zug wie gestern denn das Stadion von Platense liegt eine Station weiter als River Plate bei "Aristobulo del Valle" in Vicente Lopez, dann sind es noch 5 Minuten zu Fuss an der Autobahn lang.

Das Stadion sieht dann von aussen auch wie eine schoene verranzte Betonschuessel aus vor der schon einiger Betrieb war. Heute sollte das Relegationsrueckspiel im Halbfinale um den Aufstieg gegen Brown Adrogue sein, Hinspiel 1:1. Brown war heute sowieso Programm, denn die Farben von Platense sind braun-weiss, genau wie bei St. Pauli, was unseren Freunden vom HSV besonders gut gefallen hat...:-) Die Fanstaende vor Ort wurden abgeklappert, da es von diesem Verein ein paar Bestellungen aus der Heimat gibt, jedoch konnten die gewuenschten Artikel nicht besorgt werden. Fuer mich sprang aber ein ganz nettes Shirt dabei heraus, auch wenn das XXL etwas schmal ausfiel wars ok. Ticketbesorgung war kein Problem, unsere Plaetze wieder auf der Haupttribuene schoen in der Sonne. Herrliches Wetter, Stadion war auch von innen eine schoene Bruchbude, 4 durchgaengige Tribuenen, Gaeste waren allerdings wie fast immer in unteren Klassen nur ein paar Offizielle und Mitglieder da. Etwa 50 Leutchen, der Heimbereich rechts hinterm Tor gut gefuellt. Stimmungstechnisch wars nicht ganz so gut wie erhofft, eigentlich beteiligte sich nur der mittlere Teil des Blocks richtig an den Gesaengen, oft konnte man auch nur die Kapelle vernehmen. Spiel war wieder mal nicht doll, aber immerhin dramatisch. Ende 1:1, es ging ins Elferschiessen, welches die Gaeste 3:2 gewannen. Danach ging es dann recht zuegig wieder zurueck in die Stadt, per Metro zum Bahnhof Constitucion und dort mit dem Vorortzug nach Sarandi. Stephans Plan, vorher noch einen Hotelbesuch zum Klamottenwechsel einzulegen, wurde aus zeitlichen Gruenden nicht durchgefuehrt und sollte sich nachher raechen.

Zielspiel war Arsenal de Sarandi gegen Quilmes, unsere neuen Freunde aus Quilmes hatten beim 3. Spiel in Folge die Ehre unserer Anwesenheit. Sarandi ist bereits die 3. Station des Zuges, da wir nicht genau wussten wo das Stadion ist wollten wir noch einen Moment auf dem Bahnsteig in der Umgebung schauen ob man Flutlichter sieht. Als der Zug weiterfuhr konnte man dahinter das Stadion bereits sehen, waren auch nur 5 Minuten zu Fuss. Auch hier war das Kartenproblem keines, eine gute Stunde vor Anpfiff waren wir bereits drin, welche wir aber im Wesentlichen am Verpflegungsstand verbrachten weil es ziemlich frisch war draussen. Arsenal ist nicht so der Zuschauermagnet, deshalb faellt das Stadion einen Tick kleiner aus, aber immerhin auch mit 4 Tribuenen. Die Heimseite war zu 2/3 gefuellt, der Gaestebereich allerdings voellig, dazu noch ein Drittel der Haupttribuene. Quilmes enttaeuschte uns wieder nicht, teilweise abartige Lautstaerke, besonders als man den Rueckstand in ein 2:1 drehte und somit den Klassenerhalt sicher hat. Genial !

Per Zug sollte es wieder zurueck gehen, allerdings war der naechste Zug in die Stadt in 56 Minuten erst angekuendigt. Das war uns dann doch zu lange, Taxi geht auch und sollte auch nicht besonders teuer sein weil die Stadtgrenze ja nicht weit weg ist. Als wir unten an der Strasse ein Taxi suchten fuhr natuerlich oben ein Zug ueber uns drueber, von wegen 56 Minuten... Taxi lag dann umgerechnet bei 5 Euro, also alles easy fuer 10 Minuten Fahrt. Zur Freude des Tages hatte Freddy auch wieder auf, alles wird gut ! Heute war allerdings der Test eines weiteren Steakrestaurants angesetzt, "Desnivel" um die Ecke von Don Ernesto. Fazit: Never change a winning Steakrestaurant, Essen war ok, aber die persoenliche Note fehlte... Zu einem grossen Problem scheint sich hier im Uebrigen das Oeffnen von den kleinen Ketchuptuetchen zu entwickeln, bei mir wehren diese Biester sich bis aufs Letzte, an jeder Ecke kann ich es versuchen, waehrend der Herr Ringel beim ersten Versuch die Tuete aufmacht, frustrierend...







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